Warum ein fischertechniker nach München muss.

München hat viele schöne Seiten. Vor allem aber hat es – das Deutsche Museum: das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Jährlich pilgern 1,5 Mio. Besucher dorthin – und alle, die höchstens einen Tag dort verbracht haben, werden das Museum mit dem Eindruck verlassen, nur einen Bruchteil der 28.000 Objekte aus 50 Technikbereichen wenigstens gesehen zu haben.

In den Hallen des Museums finden sich zahlreiche Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik – sowohl Nachbauten (wie der erste, aus einer Staffelei und einer Kuckuksuhr konstruierte Morse-Apparat von Samuel Morse oder der „Auftrieb-Tester“ von Otto Lilienthal) als auch Originale (wie die erste, in England konstruierte Dampfturbine der Welt). Sehr lehrreich sind die Veranschaulichungen durch Funktionsmodelle (wie der Hubschrauberrotor mit Taumelscheibe oder die zahlreichen Physik-Modelle), und inspirierend die vielen Führungen durch technikbegeisterte Mitarbeiter. Da purzeln einem die Ideen für neue fischertechnik-Modelle fast ungebremst entgegen.

ft-Schaukasten

Abb.: Einer der fischertechnik-Schaukästen im Museum (Foto: fischertechniker)

Zwischen Funktionsmodellen und Meisterwerken darf natürlich fischertechnik selbst nicht fehlen. In der Abteilung „technisches Spielzeug“ ist den Kästen ein eigener Bereich gewidmet. Viele der dort in Vitrinen ausgestellten Modelle lassen sich auf Knopfdruck in Funktion versetzten.

Leider bleibt fischertechnik hier deutlich hinter seinen Möglichkeiten: das eine oder andere Convention-Modell hätte hier ein angemessenes Ambiente – wie Markus Wolfs Schwebefähre von Nantes oder sein Prater-Riesenrad, Remadus‘ Präzisions-Pendeluhr, Thomas Püttmanns Orrery-Planetarium, die Wuppertaler Schwebebahn von Gereon Altenbeck oder der Abraumbagger von Arjen Neijsen. Vielleicht lassen sich das Museum (dessen Generaldirektor fischertechnik und Artur Fischer sehr zugetan ist) und fischertechnik dafür gewinnen, das eine oder andere dieser tollen fischertechnik-Modelle für das Museum zu erwerben – und dort Millionen von Besuchern zugänglich zu machen.

Dann fehlt nur noch, dass es die im Museum beworbenen Kästen auch im Museumsshop zu kaufen gibt…

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