Wie junge fischertechniker programmieren lernen.

Soll Informatik in der Schule gelehrt werden? Seit Jahren ist das ein Streitthema. Die Gesellschaft für Informatik, viele Unternehmen und Eltern rufen nach einem möglichst frühen Start – schließlich nimmt die Zahl der MINT-Arbeitsplätze (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) ständig zu: Nach Zahlen des statistischen Bundesamts war 2015 bereits jeder 5. Arbeitsplatz in Deutschland ein MINT-Arbeitsplatz, in Baden-Württemberg sogar jeder vierte (25%).

Viele Lehrer und Kultusminister zögern jedoch bei der Einführung von Informatik, nicht immer aus didaktischen Gründen, sondern oft aus Mangel an Kenntnissen – oder an Lehrern mit Kenntnissen.

In der Schulpraxis findet der erste Kontakt mit der Programmierung häufig in der 8. Klasse in NWT (Naturwissenschaft und Technik) über einen Arduino oder Lego Mindstorms statt. In einigen Bundesländern startet dann in Klasse 9 oder 10 der Informatik-Unterricht. Letzterer orientiert sich in der Regel am Informatik-Grundstudium – Datenstrukturen, Algorithmen; sehr theoretisch. Beliebte Anwendung: App-Programmierung.

Es ginge auch anders. Einfache Steuerungen begeistern schon junge Kinder – ganz ohne theoretischen Hintergrund und informatische Fachkenntnisse. In Kombination mit einem Technik-Baukasten bleiben programmierte Steuerungen greifbar und konkret – nicht konstruiert und abstrakt wie bei einer Smartphone-App. Damit kann man schon Grundschüler mit Hilfe grafischer Programmiersprachen kleine Roboter programmieren und Modelle steuern lassen. Das geht heute ganz ohne PC – es genügen eine Smartphone-App und ein Bluetooth-fähiger Controller mit Mikroprozessor.

Vor wenigen Wochen hat fischertechnik mit dem Baukasten „Bluetooth Smart Beginner Set“ eine solche Lösung auf den Markt gebracht. Mit vier digitalen Eingängen und zwei PWM-Motorausgängen ist der Controller deutlich universeller einsetzbar als sein Vorgänger (Robo LT Controller). Programmiert wird auch er mit der grafischen Entwicklungsumgebung ROBO Pro Light auf einem PC oder Smartphone; der Controller wird dabei via USB oder Bluetooth 4.0 angesteuert – damit sind nun auch mobile Anwendungen möglich. Für die Smartphone-Programmierung liefert fischertechnik eine Android-App (ROBO Pro Smart); eine iOS-App ist angekündigt.

ROBO Pro Smart App

ROBO Pro Smart App

Die Möglichkeiten sind begrenzt:

  • digitale Sensoren wie Taster, Fotodiode oder Reed-Kontakt als Verzweigung,
  • Warte-Element und
  • PWM-Ansteuerung von Motor, Lampe oder elektromagnetischem Pneumatik-Ventil.

Für viele einfache Einstiegs-Anwendungen genügt das jedoch vollkommen: Türen, Transportbänder oder Kugelbahn-Aufzüge mit Lichtschranke, Fahrzeug mit Kollisionserkennung über Taster, Alarmanlagen und Fernsteuerungen sind damit leicht zu realisieren.

fischertechnik weist die Altersangabe „ab 8 Jahre“ aus – durchaus realistisch. Damit ist das BT Smart Beginner Set die ideale Ausstattung für Grundschulen – ab der dritten Klasse.

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