Wie fischertechnik angehenden Mechatronikern hilft.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die klassischen Berufsbilder des reinen Maschinenbauers, Elektrotechnikers oder Informatikers nicht mehr die berufliche Lebenswirklichkeit widerspiegeln. So wird der Elektrotechniker in seinem Berufsleben zunehmend mit Programmierungen konfrontiert, der Informatiker mit Anforderungen aus der technischen Mechanik und der Maschinenbauer mit elektronischen Steuerungen.

Einige Hochschulen reagieren auf diese Entwicklung, indem sie die Studiengänge mit Vorlesungen aus den „benachbarten“ Disziplinen bereichern. Konsequenter ist die Zusammenfassung der Kernkompetenzen aller drei Disziplinen in dem (noch jungen) Studiengang des Mechatronikers, der inzwischen an vielen Hochschulen angeboten wird.

Einen Schritt weiter geht die Mechatronik-Ausbildung an der TH Karlsruhe – inzwischen „Karlsruher Institut für Technologie“ (KIT) – mit der Lehrveranstaltung „Mechatronische Systeme und Produkte“. Darin erhalten mehrere Teams von Studentinnen und Studenten im fünften Semester die Aufgabe, ein System („Produkt“) aus zwei selbstständigen, kooperierenden Robotern zu entwickeln, die in einer vorgegebenen „Arena“ innerhalb von drei Minuten eine möglichst große Zahl farbiger Holzklötze aufsammeln, sortieren und auf einem Pickup stapeln.

Sammler (Mechatronik)

Mechatronik-Projekt: „Sammler“

Dabei hilft ihnen fischertechnik: Mit einem definierten Satz an Bauteilen werden die Roboter entwickelt – was an Spezialteilen fehlt, darf mit einem Lasercutter erzeugt werden.

Stapler (Mechatronik)

Mechatronik-Projekt: „Stapler“ (vorne links: „Pcikup“)

Am Ende der Lehrveranstaltung treten die entwickelten Roboter in einem Wettbewerb gegeneinander an. Und zum Abschluss gibt es ein Review, das nicht nur die entwickelten „Prototypen“, sondern insbesondere die Herausforderungen und Fehler im Entwicklungsprozess (Wie funktionierten Aufgabenteilung und Zusammenarbeit im Team? Wie wurden Fehler analysiert? Wie wurden Konzepte ausgewählt und Einwände ausgeräumt?) ausführlich analysiert. So lebensnah kann Hochschulausbildung sein…

Dass diese Art der Ausbildung honoriert wird, zeigen die rasant wachsenden Studierendenzahlen: Beim dritten Durchlauf der Lehrveranstaltung nahmen über 100 Studierende teil – und für das kommende Wintersemester rechnet der Lehrstuhl bereits mit 170 Anmeldungen.

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Ein Kommentar

  1. Um wesentliche Zusammenhänge der Elektronik und Mechanik zu lernen gibt es tatsächlich nichts besseres! Daher empfehle ich auch immer, Kinder zu fördern die früh ein Interesse am „Bauen“ von allem Möglichen interessiert sind.

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