Was ein fischertechniker im Bücherschrank stehen haben sollte (Teil 1).

Die Welt um uns herum ist voller Technik, die zum Nachbau mit fischertechnik anregt: Baumaschinen, Schienenfahrzeuge, Brücken oder Fahrgeschäfte. Undenkbar auch, dass sich im eigenen Haushalt kein technisches Gerät finden ließe, dass ein Vorbild für ein fischertechnik-Modell abgäbe: Ventilator, Fahrrad, Taschenlampe, Rührmaschine, CD-Spieler, Garagentor, Wagenheber – Anregungen, wohin man auch blickt.

Gelegentlich aber mag der eine oder andere fischertechniker Appetit auf etwas Ungewöhnliches verspüren. Da kann ein Museumsbesuch in München, Sinsheim oder Mannheim helfen – eine verzugsfreie Abhilfe ist das allerdings nicht. Daher sollte das Bücherregal geeignet bestückt sein. In loser Folge ein paar Empfehlungen.

1992 erschien im Weltbild-Verlag die deutsche Fassung des wunderschönen großformatigen Technik-Buchs „Die Maschine“ des schwedischen Autors Sigvard Strandh, ehemals Direktor des Nationalmuseums für Wissenschaft und Technik in Stockholm.

Sigvard Standt: Die Maschine (Weltbild Verlag, 1992)

Sigvard Standh: Die Maschine (Weltbild Verlag, 1992)

Das Buch zeichnet die Entwicklung der Technik in Zeichnungen und Bildern nach – von der Harpune mit Widerhaken über Verteidigungskonstruktionen des Archimedes, die Gewindeschneidmaschine von Leonardo da Vinci, Drehkräne und Schraubenpressen, den Antikythera-Mechanismus, das Differentialgetriebe und den Kompasswagen, astronomische und Pendeluhren, Dampfmaschinen und Drehbänke, Wasserräder und -turbinen, mechanische Regler, Windräder, Elektro- und Benzinmotoren, mechanische Rechenmaschinen und Mähdrescher bis zum Computer und der Raumfahrt.

Archimedes zugeschriebene "Schiffschüttelmaschine"

Archimedes zugeschriebene „Schiffschüttelmaschine“

Die teils farbigen Zeichnungen und Skizzen machen die Entwicklung der Technik über die Jahrhunderte anschaulich und erleichtern das Verständnis wichtiger Entwicklungsschritte. Begleitet werden sie von einem ansprechenden Text, der den Autor nicht nur als profunden Kenner der Technikgeschichte ausweist, sondern auch als begabten Erzähler. In diesem Band blättert man nicht nur immer wieder mit anhaltender Begeisterung, sondern will auf jeder zweiten Seite nach den fischertechnik-Kästen greifen, um einen weiteren technikhistorischen Meilenstein in ein Modell zu verwandeln.

Handbetriebener Stromgenerator nach H. Pixii

Handbetriebener Stromgenerator nach H. Pixii

Leider ist das Buch nur noch antiquarisch erhältlich – Angebote gibt es jedoch immer wieder auch in größerer Zahl.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen tollen Buchtipp. Heute gebraucht für ganz kleines Geld bekommen und beim ersten durchblättern wuchs die Begeisterung immer mehr.

  2. Schließe mich dem Dank von Manfred an, werde mir das Buch Ende nächsten Monat auch bestellen.

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